Renate Braun wurde 1917 geboren. Ihr Vater war Architekt. Ästhetik spielte von Kindheit an eine große Rolle in ihrer Betrachtung und Gestaltung von Dingen. Die Ausbildung zur Fotografin machte Braun am Bauhaus in Weimar. Sie arbeitete als selbstständige Fotografin beispielsweise bei den Ausgrabungen in Pergamon. Durch die Fotografie entwickelte sie einen besonderen Blick auf ihre Motive, die sie in ihren künstlerischen Arbeiten aufgreift.

Zum Saarland hat Renate Braun, die in Bad Reichenhall und Lanzarote lebte, durch ihre Freundschaft mit Edvard Frank ein enges Verhältnis. Sie war bis zu seinem Tod 1956 mit Maler Hans Braun verheiratet, lebte lange Zeit in Bonn. Braun bat sie vor seinem Tod, sich um den gemeinsamen Freund Edvard Frank und sein Werk zu kümmern. Frank war einer der bedeutendsten Maler der 50er und 60er Jahre. Sie erfüllte die Bitte und ließ sich auf gemeinsamen Reisen nach Italien, Griechenland und die Türkei für ihre eigene Kunst inspirieren. Frank hat bis zu seinem Tod im Jahre 1972 Renate Braun geprägt, was ihr künstlerisches Schaffen betrifft. Sie selbst sagte dazu in einem Interview: "Natürlich habe ich die Farbigkeit von ihm immer im Rücken, diese unnachahmliche Intuition für das Zusammenspiel der Farben." Die Liebe zu den Farben zeigt sich deutlich in Renate Brauns Bildern.

Nach dem Tode Franks bildete sich Braun in der Malerei weiter und war eine Mitbegründerin der Akademie Reichenhall.

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